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Kann man TCM verstehen?

Akupunktur oder Akupressur im Stall und beim eigenen Tier - geht das ?

Veröffentlicht am 21.6.2016 von administrator um 17:55 Uhr

Die Traditionelle Chinesische Medizin/ abgekürzt TCM bzw. die Akupunktur oder Akupressur sind Naturheilverfahren für Mensch und Tier, die sicher in Zukunft verstärkt Einzug in den Stall und das Bewusstsein der Tierbesitzer halten werden. Sie sind eine Alternative und Ergänzung zu schulmedizinischen Behandlungen und zur Behandlung durch einen Tierarzt und auch eine Ergänzung anderer Naturheilverfahren für Tiere, wie der Homöopathie oder der Pflanzenheilkunde.

Das Vermitteln dieses Grundlagenwissen ist hier jedoch für meine Begriffe schwieriger und oft ein wenig abschreckend, da die verwendeten Fachbegriffe nicht nur medizinisch, sondern sehr fremdklingend, ja schon exotisch  und verwirrend klingen, da man wenig oder besser gesagt keinen Zusammenhang zu den benutzten Worten findet und finden kann und die Zusammenhänge sehr komplex und neuartig erscheinen.

Deswegen ist mein Anliegen und Wunsch dieses Thema verständlich für den Tierhalter, Landwirt, Reiter zu erklären. Das Wissen soll einleuchtend und klar vermittelt werden und auf Fremdwörter soll soweit als möglich verzichtet werden, damit man die Lust nicht verliert, sondern sich frohen Mutes auch mit vielem neuen und vollkommen anderem als gewohnt auseinander setzen mag.

Die Denkweise, die Erklärungsmodelle, die Begriffe sind schon recht ungewöhnlich in der TCM, aber es ist wichtig immer wieder offen zu bleiben, auch wenn man denkt, was das möglicherweise für ein Unsinn ist, was für komische Begriffe zum Erklären von Krankheitsursachen hier genannt werden.
Ein weiteres Problem in der Erklärung der TCM besteht sicherlich, wie bei allen Übersetzungen aus anderen Sprachen in die unsrige, in der Übertragung der Begriffe, besonders wenn die Kultur, wie in diesem Fall, hier doch weit von der unsrigen entfernt ist.

Aber gerade die Akupunktur und die chinesische Medizin sind eine Heilungsmethode, die schon Jahrhunderte angewandt wird und sehr gute Erfolge sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin erzielt. Also darf diese Möglichkeit eigentlich nicht außer Acht gelassen werden, wenn es darum geht Tieren zu helfen und sie auch zu heilen.

Die vielen Vorteile dieser Heilmethode sind ähnlich wie bei anderen Naturheilverfahren. Da mit Hilfe der Akupunktur die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und unterstützt werden, ist diese Therapie für die Tiere sehr schonend und ohne Nebenwirkungen, es entstehen bei landwirtschaftlichen Nutztieren keine Rückstände in der Milch und im Fleisch, ebenso keine Resistenzen und man kann auch vorbeugend behandeln und das Tier gesund erhalten, was besonders in Zeiten erhöhter Ansprüche an den Organismus - wie Geburt, Fellwechsel, Turniervorbereitung, Stallwechsel o.ä.- Sinn machen kann.

Die Grenzen der Akupunktur, wie bei allen Therapieverfahren,  liegen unter anderem sicher beim Anwender, beim Therapeuten, der sowohl körperlich als auch geistig, gesund und "anwesend", konzentriert sein muss, wenn er Erfolg haben möchte. Das heißt mit einer schweren Grippe im eigenen Körper wird es für den Behandler schwierig, einen anderen Organismus, dem Tier zu helfen und zu heilen. Genau so, wenn man im Stress und Eile ist. Man sollte sich immer die Ruhe und die Zeit nehmen sich auf das Tier und das gesamte Problem ganzheitlich einzugehen, es zu erarbeiten, zu überarbeiten, zu überlegen und dann zu handeln.

Und nicht immer kann ein wie auch immer gearteter Heilungsansatz helfen, heilen, das Ruder rumreißen. Es steht uns allen nicht zu, den Anspruch zu erheben, jedes und alles gesund machen zu können und zu müssen. Es gibt viele Dinge zwischen Erde und Himmel, die wir nicht beeinflussen können, wo wir auch nicht urteilen sollen über uns oder einen Therapeuten, über den Tierarzt oder eine Methode, weil es halt so sein soll, wo die Krankheit einen Sinn hat, der Tod einen Sinn hat, der sich uns möglicherweise nicht erschließt, sondern uns rebellieren lässt und verwirrt. Dies erleben wir immer wieder in unserer Praxen und im täglichen Leben und das sollte uns auch stets bewusst bleiben.

Einen Einstieg in dieses spannende Thema bietet der Arbeitskreis Tier-Gesundheit am 27.6.2016.
Nähere Infos finden Sie unter diesem Punkt.