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Winter

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Veröffentlicht am 23.1.2017 von christine um 18:31 Uhr

Winterzeit - kann hart werden in der Eifel, in Mützenich. Wir wohnen hier relativ hoch und in einer vom Klima nicht so verwöhnten Lage.
Das heißt nicht soooo viel Sonne im Sommer und nicht wirklich heiß, dafür viel Regen und Nebel und Grau in Grau, dann aber auch manchmal Sonne, wenn in Aachen Suppe ist oder SCHNEE, wenn in Aachen - oder woanders - nix ist oder nur ein Hauch von Weiß.
Dafür gibt es aber auch in der Berglage wenig Überschwemmung und die Gewitter sind eigentlich auch meist moderat hier - da gibt es gefährlichere Ecken als hier oben! 

Zur Zeit ist es tiefster Winter!
Geschlossene Schneedecke, alles glitzert prächtig, wenn die Sonne scheint und das tut sie erstaunlicherweise viel.
Das Wasser bei den Tieren ist eingefroren, das heißt jeder Eimer warmes Wasser muss getragen werden und dann merke ich, WIE groß die Weide ist und dann ist der Weg ja buckelig und uneben und man muss um Ponies zirkeln, Tor auf und Tor zu und dann Eimer schon mal abstellen, kurz bevor die Arme, die armen Arme, abfallen. Das heißt Heu in tausend kleinen Haufen auf eben dieser Weide verteilen - für die Ponies - damit  sie sich in dem tiefen Schnee ein wenig wie bei Grasen im Sommer voran bewegen. Die Schafe wollen sich in dem Tiefschnee nicht so wirklich austoben, da sind ja auch Lämmchen im Bauch, und die Beine von Schafen sind noch kürzer als die vom Shetlandpony - das ist so - da kann keiner was für und ist auch gut so. Der Schnee liegt ja auch nicht das ganze Jahr wie im hohen Norden. 
Weht der Wind, da haben wir auch genug von hier oben, das ganze Jahr über, im Winter in den Nächten mit Schneeflöckchen in der Luft (= Wind) von der "falschen" Seite und das mit Inbrunst, liegt am Morgen der ganze (Offen-)Stall voll Schnee.
Draußen ist jetzt fast wie drinnen, die Tiere voller Eis und Schnee und murkelig vor lauter Hunger, weil es dauert ja was länger, bis man da unten bei ihnen ist ...
Da muss ich dann erstmal den Stall räumen, Platz für Heu und Stroh machen und die Illusion des Stallschutzes wieder herstellen.
Nächstes Jahr bekommen die Schafe ein Windnetz in ihr großzügig bemessenes Fenster - dann wird es sicher besser!
Aber wirklich schlimm ist es nicht für die Tiere ... die genießen mehr die relative Freiheit des "sich bewegen könnens", des Guckens in unsere tolle Landschaft und ins Rurtal, da ist eine lausig kalte Nacht in Eis und Schnee nicht so gravierend (behaupte ich ;)). Die Füchse streifen über den Paddock, die Rehe über die darunter liegende Wiese, die Sterne glitzern und sie können sich das alles angucken und stehen nicht in "3x3" mit geschlossener Türe. Da ist wohl morgens kein Schnee in der Box und das Wasser friert nicht ein und Bürsten, Besen, Halfter hängen voll der glitzernden Pracht. 
Also, es ist Winter, wir halten die Füße still ;)
Genießen die Tage und ihre Pracht und vergessen weder Taschentuch (meine Nase läuft und läuft draußen ... ) noch Handschuhe .... noch Mütze. Hat man in Mützenich ja sowieso IMMER an!

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