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Wiesencobs statt Müsli

Alternative zu Müsli & Co in der Futterschüssel

Veröffentlicht am 2.2.2017 von christine um 18:48 Uhr

Wiesencobs sind ein tolle Möglichkeit - die Erleuchtung brauchte ein wenig bei mir, aber nun ist der Sack mit den Cobs immer im oder am Stall. 
Das Problem kennt sich jeder: Da soll man Kräuter füttern, die das Pferd, das Pony oder den Esel gesund halten oder wieder gesund machen.
Da sollen Mineralfutter, Basenpulver, Heilerde, Vulkanmineralien, Homöopathie oder Schüssler Salze in die Ration, diese oder jene Tropfen, aber wie?
Eigentlich soll die Ration ja nicht unnötig aufgepeppt werden, die Rössern geht es meistens ja schon gut genug und sie brauchen nicht noch mehr Energie und keinen Hafer und ähnliches. Sicher gibt es Ausnahmen, aber die meisten Ponies, Robustrassen und Freizeitpferde haben mit gutem Heu, Weide, dazu ein wenig Stroh u.ä. genug und die Schüssel mit "Pferdefutter" ist eher schädlich als gesund.
Und wer weiß genau und zuverlässig, was in dem Futter ist? Die Versprechungen sind vollmundig und das Kräutermüsli duftet auch so gesund und wohltuend, aber guckt mal genau hin, was in dem Sack drin ist. Oft viele preiswerte Füllstoffe und Reste, die irgendwo anfallen und hier für gutes Geld verkauft werden.
Also suchen wir eine Alternative. Erst war ich bei groben Haferflocken aus Aldi, mh - das ging, aber irgendwie kleine Päckchen für ein Pony. Im Internet konnte ich dann Haferflocken im Sack kaufen, da war ich ein Stück weiter. Das ist praktisch und die Haferflocken gehen uns nun auch nicht mehr aus ;)
Dann kam mir die Idee und Erleuchtung mit den Wiesencobs, also getrocknetes Gras, kleingeschnitten und in Röllchen gepresst.
Kannte ich von bzw. für alte Pferde, die man damit gut füttern kann (nach dem Einweichen in Wasser, wichtig!) und auch von meinem früher zahnkranken Shetty, das ich damit über Wasser hielt.
Also kaufte ich nochmal einen Sack und nun habe ich mit einer klitzekleinen Handvoll eine tolle Grundlage für alles, was ins Pony soll.
Weicht man die Röllchen mit warmen Tee ein, geht es ruckzuck mit dem Weichwerden, ansonsten dauert es ein wenig und man geht besser erstmal abäppeln oder Heusack vollstopfen.
Gefressen wird es sehr gerne. Auf jeden Fall von meinen Ponies, die aber auch sehr pflegeleicht sind und fast alles fressen, was in der Schüssel vor ihrer Nase landet. Bei mäkeligen Pferden muss man sicher gucken, was ihnen die Sache ausreichend schmackhaft macht - aber da sind der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt.
Beim Einkauf auf sehr gute Qualität achten - man kommt wirklich ewig damit aus.
Eine Variante sind Cobs aus Esparsette, die man oftmals erst auf Nachfrage im Futtermittelhandel bekommt.
Esparsette - was ist das denn? Sie blühen hübsch, sehen fast aus wie Blumen. Sie sind Schmetterlingsblütler und Hülsenfrüchte, Verwandte der Erbse, und tolle Futterpflanzen. Durch ihren Gerbstoffgehalt können sie die Eiweißverwertung für die Tiere verbessern und gleichzeitig Innenparasiten Druck machen, sind also eine Art natürliche, gesunde "Wurmkur". Ein Möglichkeit den älteren Pferden (und natürlich auch Schafe, Ziegen, Rindern...) ein wneig unter die Arme zu greifen bzw. sie aufzufüttern. Jedoch Vorsicht bei Tieren mit Stoffwechselproblemen. Meine Empfehlung: Kurweise Esparsette-Cobs mit in die Heu-Cobs, also etwa 14 Tage mit und dann wieder einige Wochen ohne. Mehr lesen: https://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/esparsetten-cob-pferd-fuettern.html

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