Menu

Herbst und das Endliche ...

Veröffentlicht am 30.9.2021 von christine um 19:19 Uhr

Herbst und wo wir gerade bei dem Thema Wolf sind, der Herbst, der Oktober bald den November erahnen lässt (und Weihnachten, ja ;)) - auch ein Thema, das mit dem Tod, mit dem Endlichen, mit dem Ende des Lebens hier auf der Erde. Nicht nur für uns, sondern in diesem Artikel-Fall für unsere Tiere. Das ist ein überaus komplexes und schwieriges, emotionales Thema und jeder sieht es anders, hat andere Erfahrungen, Gefühle, Meinungen, Erwartungen. 
Was ist, was passiert, wenn DEIN Tier stirbt? Egal wie und ob jung oder alt, dramatisch oder ruhig, erwartet oder unerwartet - es ist ein Verlust. Ein Verlust für MICH als Tierhalter, "Besitzer" (besitze ich ein Tier???), als Reiter, Pfleger, Zuständiger oder als Familienmitglied.
Es wird MIR etwas genommen. Mein Tier ist nicht mehr lebend da, es steht nicht mehr auf der Wiese oder im Stall, liegt nicht mehr im Körbchen, geht nicht mehr mit mir spazieren. Ich bin alleine! Das schmerzt! Es ist ohne mich gegangen, weiß der Kuckuck wohin und lässt mich zurück. 
Wem schenke ich jetzt meine Liebe, Fürsorge, Zeit, Geld, Gedanken, Mühe, Aufmerksamkeit, Blicke und Rufe? Wer gestaltet den Tagesablauf mit mir und für mich?
ES fehlt! 
Dem Tier geht es nun, nach dem Tod, gestorben, gut. Sehr gut. Das wage ich zu behaupten und das ist meine feste Überzeugung. Wo genau es nun ist? Keine Ahnung, oder doch, aber das ist auch sehr persönlich geprägt. Es ist in einer Art Himmel, mit seiner Seele, ohne den Körper, aber die Energie oder wie Ihr es nennen wollt, ist noch da. Bei mir, möglicherweise, eine Zeitlang oder immer, je nachdem wie man es benötigt. Aber die Hauptsache, dem Tier geht es gut. Es hat keine Beschwerden mehr, keine Schmerzen und weltlichen Nöte und kann das machen, was es als Tierseele machen möchte. 
Ich muss also nicht um das vermeintlich arme Tier jammern und wehklagen. Ich muss nicht um es weinen und es bedauern. Ich sollte mich um MICH kümmern und schauen, wo das Problem liegt. 
Es kann sein, dass der Tod oder die Zeit davor dramatisch und schmerzhaft war für alle, das es mit unerträglichen Gefühlen und Anblicken durchsetzt war und das muss dann separat vom eigentlichen Tod und Verlust verarbeitet werden. 
Aber der Tod, das Fehlen des Tieres in meinem irdischen Leben ist eine andere Sache, die nur für mich so schrecklich ist - die ich aber gerne auf das tote Tier übertrage und es ihm auftrage, dieses Leid mitzuleiden.
Ich habe schon einige Tiere verloren, große und kleine, ich habe manche Träne vergossen und vieles geht mir auch noch jetzt, Jahre später, nach. Ich halte das für eine wichtiges Thema, nicht nur der Tod der Tiere, auch den der Menschen und auch den Mut darüber nachzudenken und zu schreiben, zu sprechen, sich auszutauschen. 
Wenn Du mir dazu schreiben möchtest, gerne an meine Email ce@thp-erkens.de.