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Krankheit - Fluch oder Segen oder ist es beides?

Wann ist eine Erkrankung, bei mir, bei meinem Tier eine gute Sache und wann nicht?

Veröffentlicht am 5.1.2024 von christine um 14:18 Uhr

Krankheit – Fluch oder Segen oder beides?

Immer mal kommt diese Frage auf, besonders wenn man krank geworden ist, ob das nun gut ist, seinen Sin und Zwecke hat, ob man es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen sollte oder ob man die Krankheit annehmen soll – ohne Widerstand – geduldig und das Gute, Positive, die Botschaft in der Erkrankung suchen und finden soll.
Warum bin ich als Mensch krank? Warum ist ein Tier, mein Tier erkrankt? Warum werden Kinder krank und ältere Personen?
Was ist die Ursache, der Grund, der Auslöser?
Ist immer eine seelische, psychische, geistige, mentale Verstimmung mitbeteiligt? Ein innerer Auslöser, ein Tropfen, der das Fass der Gesundheit zum Überlaufen bringt? Ein Faktor, der mir nicht bewusst ist, der unbewusst und unsichtbar die Stimmung kippen lässt und ein Krankheitssymptom oder gleich mehrere aufsteigen lässt?
Oder gibt es auch eine Erkrankung, die ohne diese innere Ursache zu mir kommt? Die vom Himmel fällt, ein ungerechter Schicksalsschlag ist, bei der ich keine Mitschuld und Verantwortung habe, die einfach so, mir nichts, dir nichts da ist und vielleicht auch wieder verschwindet.
Fragen über Fragen.
Und dann habe ich ja auch die ganze Bandbreite von Erkrankungen zu bedenken. Ich kann mir in den Finger stechen oder mich schneiden, die Katze kratzt mich versehentlich, das Pony tritt auf meine Zehen und alles nicht dramatisch. Es tut weh, aber vergeht in der Regel von alleine und ein Hauch Salbe oder ein Pflaster reichen. Ist das überhaupt eine Erkrankung oder ist das das Leben? Also gibt es das „ich bin ein bisschen krank“, „ich bin krank“ oder „ich bin sehr krank“ oder das „unheilbar Kranksein“.  Es gibt akute und chronische Krankheiten oder die Erkrankungen, die in uns schlummern, sich nicht zeigen und uns nicht stören – bis sie auf einmal hervortreten und „ausbrechen“ – dann wenn man als Betroffener irgendwie aus seiner Mitte ist und das, was da schlummerte, nicht mehr am Schlafen halten kann.
Bekomme ich einen Schnupfen, einen leichten Husten, habe einen verspannten und damit schmerzhaften Rücken, eine wehe Schulter, Kopfschmerzen oder etwas in der Art, bin ich dann krank oder habe ich nur einen Pips oder „Rücken“?
Bin ich erst richtig und ernstzunehmend krank, wenn es mir so richtig schlecht geht? Ich im Bett liege, ich Schmerzen habe und nicht mehr fit und fröhlich bin. Darf eine Erkrankung länger als einige Tage dauern?
Was ist dieses Kranksein? Was mache ich damit und wie komme ich daraus? Möchte ich daraus kommen oder genieße ich den Zustand, nichts zu tun, nichts tun zu können, umsorgt zu werden im besten Fall, Aufmerksamkeit zu erhalten, Fürsorge, Liebe, alles in Extraportionen?
Muss ich Krankheit, Schmerzen, Unwohlsein, Unmut kennen, um mich an der Gesundheit, dem Wohlfühlen, der Freude und der guten, der allerbesten Laune zu erfreuen? Um überhaupt Empathie mit meinem Umfeld zu haben? Um den anderen, egal ob Mensch oder Tier, zu verstehen, um mitfühlen zu können und mich in seine Lage zu versetzen? Um nur damit ihm zu helfen, zu unterstützen, das Richtige zu finden und anzuwenden, was ihm hilft, wieder gesund zu werden? Wie kann ich mein Gegenüber trösten und ihm helfen, wenn er Zahnschmerzen hat, ohne zu wissen, wie sich das anfühlt? Was dieser Schmerz mit sich bringt, welche Folgen er hat auf den restlichen Körper und die Gesamtheit.
Alleine dafür lohnt es sich, selber krank zu sein und Schmerzen zu erleben und das Wissen zu entwickeln, wo die Ursache liegen kann und welche Wirkungen dies haben kann und wie man aus dieser misslichen Lage wieder herauskommen kann.
Es gibt Erkrankungen, die aus einer mangelhaften Ernährung oder im Fall der Tiere der Fütterung kommen. Ein Tier oder ein kleiner Mensch kann da in der Regel nichts ändern und aus dieser Mangelsituation entsteht eine Erkrankung, weil der Organismus nicht mehr so arbeiten kann, wie er möchte und sollte. Ähnliches gilt für die Haltung, wo ich besonders an unsere Haustiere denke. Zu wenig oder die falsche Bewegung, keine ausreichenden Ruhezeiten, Stress beim Fressen und beim Schlafen, Stress in der Gruppe oder Herde oder der menschlichen Familie. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten und dem Tier bleibt nichts anderes übrig, als Symptome zu entwickeln.
Es kann ebenso ein großer Infektionsdruck aufkommen, bei uns Menschen denken wir direkt an die Grippe oder Corona im speziellen. Bei Tieren ist es ähnlich. Kleine Kinder werden in den ersten Jahren und vor allem in den Jahren mit dem Besuch des Kindergartens gefühlt ständig krank. Hier heißt es, das gehört dazu, das Immunsystem muss trainieren, muss alles an Erregern kennenlernen und dann ist es später stark und widerstandsfähig. Ist hier der Husten-Schnupfen-Fieber-Komplex erwünscht und sollten wir uns freuen, wenn die Kleinen mal wieder mit ihrer laufenden Nase und bellendem Husten aufwarten?
Und auch wir stecken uns bisweilen an diesen Viren oder Bakterien an, obwohl wir sie doch kennen sollten. Sind es dann neue und unbekannte Erreger oder hatten wir zu langer Abstinenz und haben vergessen, wie das mit dem Infekt funktioniert? Ist es wünschenswert nochmal die Grippe zu erleiden oder ein Zeichen, dass … ja was? Brauche ich eine Auszeit? Habe ich die Nase voll und sie läuft nun? Muss ich meinem Umfeld etwas husten? Oder habe ich einen dicken Hals, weil mich etwas ärgert?
Und zum guten Schluss, obwohl das so ein umfangreiches Thema ist, über das wir uns seitenlang auslassen, austauschen und diskutieren können, kamen mir die Videos des mir eigentlich schon lange bekannten Doktors wieder vor die Augen und ich habe mich in den letzten Tagen mit seinen Aussagen beschäftigt. Wir alle kommen mit einer gewissen Grundausstattung auf die Welt, die zum Teil auch aus Belastungen besteht. Diese werden uns mitgegeben, vererbt, ob es nun seelische oder körperliche Themen sind. Ergänzt wird das Päckchen dann durch die Muttermilch, die auch nicht ohne sein muss und in manchen Fällen sehr belastet sein kann. Dann wurden wir geimpft und die Inhaltstoffe dieser Spritzen sind ebenso eine Last für unseren Organismus. Es folgen Zahnfüllungen, die unsere Jahrgänge oftmals mit Quecksilber versorgen, und nun haben wir teilweise auch sogenannte „tote“ Zähne und dann denken wir an die Medikamente, die wir im Laufe der Jahre eingenommen haben … an die Belastung durch Strahlen, durch Krankheitserreger, die von außen in uns gelangten und nun haben wir eine bunte Mischung von all diesem im Körper und … sind wir krank oder gesund? Wie fühlen wir uns? Was unternehmen wir für unsere Gesundheit und damit für unser Wohlbefinden?
Denn es steht ja außer Frage, dass wir uns nicht so wirklich wohl und gut und glücklich fühlen, wenn wir krank sind – in welcher Art und Heftigkeit auch immer.
Ein überaus spannendes Thema, finde ich, und das nicht nur für uns Menschen, sondern ebenso für unsere Tiere. Was denkt Ihr und was sind Eure Erfahrungen?

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